Limerick (107)

So I’m hanging here up on this tree,
as my father expected of me.
Pontius Pilate said: “Guilty”.
Now I’m feeling quite wilty.
But don’t worry, I’ll see you in three…

K-Freitag

In Italien ist Karfreitag kein Feiertag, aber hier in diesem christlichen Örtchen sind die Kirchen proppenvoll – nicht nur morgens, sondern den ganzen Tag über, weiß der Geier, was die da drin die ganze Zeit machen.
Kar ist ein griechischer Gott, eine Sprache in Burkina Faso, eine Talform, der zweiundzwanzigste Buchstabe des georgischen Alphabets, eine Schlange und ein Auto; das Althochdeutsche kara heißt Trauer, Kummer, Klage, aber heute steht das K für krank.
„Bist du heilig?“, schrob vor zwei Jahren eine Kollegin, als sie wissen wollte, ob wir uns am Karfreitag zum Arbeiten treffen können. Bin ich nicht, und wir saßen dann einen ganzen Freitagnachmittag bei schönstem Sonnenschein in ihrem Garten und dachten uns mündliche Abiturprüfungen aus.
Nur für die ollen Protestanten sei Karfreitag der heiligste Feiertag im Jahr, scherzte Frau ohne T am Telefon; sie selbst als gute Katholikin habe besondere Lust, an diesem Tag Fenster zu putzen oder so etwas. Das wolle sie in diesem protestantischen Örtchen nicht wirklich ausprobieren, sagte ich, sie würde sicher angezeigt. Daraufhin lud sie mich zum Eisessen ein. Auf dem Weg dorthin sah ich tatsächlich jemanden Fenster putzen, in einem kürzlich aufgegebenen Geschäft, an der Hauptstraße, downtown sozusagen. Mutig.
Das Kind war dann zu krank zum Eisessen, und das will etwas heißen. Draußen schüttete es aus Kübeln, das Haus gegenüber steht zum Verkauf, und dann kam noch jemand von unten herauf, um sich über Dinkelbratlinge und „Das mögen wir nicht so“ zu beschweren und Pläne für opulente Bratenorgien zu schmieden. Das war mal ein Karfreitag nach meinem Geschmack.
Übrigens, so hinterwäldlerisch ist unser Örtchen denn doch nicht. Als ich vor zwei Wochen beim Frisör war, wurde dort ein Haarschnitt verlangt von jemandem, der kein Deutsch und nur gebrochen Englisch sprach, und das war kein Einzelfall. Es musste eigens die Azubine herbeigerufen werden, weil die Frisörsleute nicht mehr als „I don’t know English“ sagen konnten. – Na gut, doch hinterwäldlerisch.

Apulien

Andalusien oder Apulien, Hauptsache Spanien. Wir reisen als Gruppe, wie üblich – genauer: als Gruppe in der Gruppe – und verbringen einige Zeit damit, der Restgruppe zu erklären, wo wir herkommen und warum wir Kollegen und so unterschiedlich alt und trotzdem befreundet sind. Einige Mitreisende kennen wir bereits – die Löffeltreterin beispielsweise ist wieder dabei; sie ist netter als wir sie in Erinnerung haben, und Löffel tritt diesmal jemand anders – andere sind unbekannt, manche ganz neu.

Einer der zahlreichen trabucchi im Norden, eine Vorrichtung zum Fangen von Fischen, nicht mehr in Benutzung.

Apulien ist nicht die touristischste aller Gegenden. Von Brindisi hatte ich schon einmal gehört, von Bari auch (da kommt die Hauptfigur aus dem Film The Bridges of Madison County her), aber Foggia, Lecce, Vieste, Trani? Wir erleben es öfter, dass Jungendliche auf der Straße uns Touristen mit einem scheinbar freundlichen „buon giorno“ begrüßen und glauben, wir merken nicht, dass sie das ironisch meinen. Schülergruppen rufen „hello, hello“ und äußern, lässt man sich auf radebrechende englische Unterhaltungen ein, Vermutungen, wir kämen aus Russland – all das spricht nicht gerade für einen geübten Umgang mit Besuchern.

Mit dem Englischen haben es die Italiener ohnehin nicht so.

Auch in der verwinkelten Altstadt von Bari, wo die Hausfrauen hinter geöffneten Türen in ihren Küchen sitzen und ohne hinzugucken in einem Irrsinnstempo frische Nudeln produzieren, während über ihnen auf den Balkons die Wäsche unter großen Plastikplanen trocknet (weil es regnet), hat man weder das Gefühl, diese Show fände extra für die Touristen statt, noch, dass man stört, nur weil man neugierig zuguckt. Die Nudeln werden zwar auch an Besucher verkauft, aber hauptsächlich an die Leute aus der Neustadt, die zu wenig Zeit haben, selbst welche zu machen.

Dies ist zwar Bari, aber kein Nudelgeschäft.

Brot und Nudeln, Romanik im Norden, Barock im Süden, so lässt sich Apulien zusammenfassen, oder auch: Wildnis im Norden, lieblicher Garten in der Mitte und im Süden. Kultur und Natur.

Adriaküste bei Vieste, zu Füßen des Gargano-Gebirges, Spor des italienischen Stiefels: zerklüftet und wild.

Lieblicher Garten: Felder bei Locorotondo im Stiefelabsatz. Gut zu erkennen sind die Olivenbäume.

Die Olivenbäume, das ist ja ein Thema für sich. Man kann sich nicht sattsehen an den riesigen Olivenhainen, weil kein Baum aussieht wie der andere. Oliven haben keine Jahresringe, deshalb kann man nur anhand des Stammumfangs schätzen, wie alt sie sind, aber tausend Jahre sind durchaus drin. Überlegen Sie mal, was die alles erlebt haben! Die Frage, warum die Stämme knorrig und verzwirbelt sind, kann hingegen nicht beantwortet werden – der Fachmann für alte Pflanzen und biologischen Anbau vom Conservatorio Botanico behauptet, das sei dasselbe Prinzip wie bei abfließendem Wasser im Waschbecken, aber das können wir nicht recht glauben.

Doppelköpfiger Adler in Lecce. Der Barock im Süden erklärt sich durch den Stein, einen sehr weichen Kalkstein, den man quasi mit dem Messer schnitzen kann, und der sich selbst den verschlungensten Verzierungen nicht widersetzt. Leider ist der Stein so weich, dass er gerne mal abbricht, so wie hier die beiden Köpfe des Adlers – sie lagen eines Morgens einfach auf der Straße und fehlen seitdem.

Der Reiseleiter („unser Sascha“) könnte bei Jauch auftreten, sein Wissen ist aber nicht angelernt und trocken, sondern speist sich aus echtem Interesse. Und er ist ein Geschichtenerzähler, der stories zum Besten gibt, nicht einfach nur history. Als der schon erwähnte Fachmann vage etwas von männlichen und weiblichen Feigenbäumen erzählt, was kein Mensch versteht, schaut unser Sascha abends in diesem Internetz nach und kann am nächsten Morgen erklären, wie das wirklich funktioniert mit pseudo-weiblichen Feigen, die mit bestimmten Wespen eine Symbiose bilden, und die Wespe stirbt dann in der Pseudo-Frucht, und wir essen die mit oder so… Übrigens gibt es ungefähr dreihundert verschiedene Feigensorten, haben Sie das gewusst?

Keine Feigen, sondern trulli (Singular: trullo). Was das ist, können Sie selber googeln. Sehr pittoresk, besonders in Alberobello.

Wir gucken weiße Städte an und lernen viel dazu, über Ölmühlen, Normannen und Staufer, Weinanbau, Dialekte, Friedrich II., das Bildungssystem, die Jagd, die Frau in Rot, Geologie und Geografie, Karlheinz von Anjou. Wir trinken Kaffee und essen das beste Eis, das wir je gegessen haben.

Castel del Monte, rätselhaftes achteckiges Bauwerk des Stauferkönigs Friedrich II.

In Polignano a Mare schreibt Guido der Flaneur Gedichte und Aphorismen auf Treppen, Türen und Hauswände.

Hexen aufhängen, in Apulien ein beliebter Volkssport.

Eselsohren.

Wie von jeder Reise bringen wir auch diesmal einen Begriff mit, von dem wir vorher noch nie etwas gehört hatten, und den wir geloben in unseren aktiven Wortschatz zu übernehmen – vor zwei Jahren in Andalusien hatte uns die Betische Kordillere fasziniert, diesmal ist es die daunische Prinzessin, in Hockstellung begraben, über deren Schicksal der Historiker K. noch näher informieren wird. Wir sind gespannt. Eine einzige Frage bleibt unbeantwortet: Was heißt eigentlich dieses Puglia, das man überall liest?

Hach ja, und das Meer. Das ist ja immer super.

Die Hübschigkeit der Schauspieler (32)

The Others, 2001, Nicole Kidman, Alakina Mann, James Bentley, Fionnula Flanagan

„So ein Schmarrn!“, ruft Frau L. aus, sobald der Film zu Ende ist. Damit meint sie aber nicht, dass er schlecht sei, sondern dass die Wendung, die die Handlung am Ende nimmt, doch ziemlich an den Haaren herbeigezogen ist. Allerdings hatte sich einer der zahlreich anwesenden Gäste zwischenzeitlich an The Sixth Sense erinnert gefühlt, und nach genau demselben Prinzip funktioniert auch The Others.
Diesen Film hat der Gastgeber ausgesucht. Auch er hatte ihn noch nicht gesehen – was übrigens ein klarer Verstoß gegen die Regeln ist, die besagen, dass man Filme auswählen muss, die einem in irgendeiner Weise viel bedeuten – aber nur, weil er sich nicht getraut hat, ihn alleine zu gucken. Ausgerechnet er fand den Film dann als einziger nicht gruselig, während sich andere zwischendurch die Augen zuhalten oder mal dringend aufs Klo gehen mussten, die Hasenherzen.
Hinterher können wir natürlich genau sagen, wie der Grusel funktioniert – Musik, Kameraeinstellungen, Schnitte, gute Schauspieler (dt. Wikipedia: „Ihre ersten Erfahrungen in der Schauspielerei machte Nicole [Kidman] im Alter von sechs Jahren bei einem Krippenspiel der Schule in der Rolle eines Schafes“) – und warum er gut gemacht ist. Trotz aller Schmarrnhaftigkeit der Handlung kommt man mit ernsthafter Interpretation auch relativ weit: Es geht um Isolation, Bigotterie und Aufklärung (Lichtmetaphorik!).
Der Film wurde größtenteils in Spanien gedreht, spielt aber in einem England, in dem es kein anderes Wetter gibt als Nebel und (Lichtmetaphorik!) ein bisschen Sonnenschein, wenn am Ende die Situation geklärt ist. Insgesamt klassischer Haunted-House-Horror mit wohligem Grusel ohne Blut und Gewalt, aus dem man lernen kann, wie sich Geister fühlen, wenn Menschen sich in ihren Häusern breitmachen.
Nächster Termin: 31. Juli. Das ist ein Donnerstag.

April, April

Schüler hereinlegen macht immer Spaß, besonders, wenn man es schafft, kompletten Klassen irgendeinen Quatsch einzureden. In meiner Fünften klappt das regelmäßig und ist beinahe zu einfach; die glauben fast alles, was ich ihnen erzähle, wenn es denn nur ernsthaft genug vorgetragen ist.
Der Aprilscherz, den Frau ohne T in diesem Jahr mit ihrer neunten Klasse trieb, musste etwas sorgfältiger vorbereitet werden, war aber auch ein großer Erfolg. In der großen Pause schrieb sie den folgenden Brief und kopierte ihn anschließend auf offizielles Schulpapier:

1. April 2014
Liebe Klasse 9…,
ihr habt sicher mitbekommen, dass es in unserem Schulgarten jetzt eine Bienenzucht gibt. Da dies eine teure Angelegenheit ist, sieht sich die Schule gezwungen, an anderer Stelle zu sparen. Hier bieten sich die Reinigungskosten an. Um Geld für Reinigungspersonal einzusparen, wurde beschlossen, künftig Schülern einen Teil der Putzarbeiten zu übertragen. Eine Klasse pro Gang wird in Zukunft verantwortlich für die Reinigung der Klassenräume am Ende jedes Schultages sein.
Nach sorgfältigen Überlegungen und Rücksprache mit den Klassenlehrern wurde u.a. eure Klasse für diese verantwortungsvolle Aufgabe ausgewählt. Ihr hattet im ersten Halbjahr einige Probleme mit der Sauberkeit in eurem Klassenraum, habt diese aber gut in den Griff bekommen, deshalb erscheint eure Klasse besonders geeignet.
Wie ihr den Putzdienst organisiert, liegt in eurer Hand; es muss allerdings sichergestellt werden, dass pro Schultag mindestens vier Schüler die Klassenräume in eurem Gang aufräumen und fegen. Der Putzdienst beginnt nach den Osterferien.
Vielen Dank für eure Kooperation!
Mit freundlichen Grüßen
Schulleitung

Dann erschien Frau ohne T fünf Minuten zu spät zum Unterricht und sagte mit ernster Miene, sie habe gerade ein Gespräch mit der Schulleitung geführt in einer Angelegenheit, die sie auch in der Klasse diskutieren wolle, und ob die Klassensprecherin mal bitte dieses Schreiben vorlesen könne.
Nach einiger ernsthafter Diskussion („Diese blöden Bienen!“) kapierten sie, dass sie hereingelegt worden waren, mussten aber eine gewisse emotionale Erschütterung eingestehen: „Ich hätte fast geheult.“ Die Klasse ist derartigen Kummer gewöhnt; ich hatte sie vor ein paar Jahren auch schon einmal erfolgreich in den April geschickt und damals ebenfalls zu hören bekommen: „Nie wieder glauben wir Ihnen ein Wort!“
Sei‘s drum, das ist es allemal wert.

Techniktagebuch 01. April 2014

„Nichts ist so alt wie die Zeitung von gestern“ – dieser Satz gildet heutzutage nur noch so halb, weil selbst die Zeitung von heute voll ist mit Nachrichten, die man gestern schon gelesen oder gehört hat. Nun lese ich Zeitung nicht hauptsächlich der aktuellen Nachrichten wegen, aber trotzdem ist es, seit das papierne Zeitungsabo umgestellt ist auf ein digitales, ganz angenehm, die Zeitung von heute schon gestern Abend lesen zu können und die von morgen schon heute.
Zwei weitere willkürlich herausgepickte Dinge, die anders sind: Erstens ist man näher dran am Prozess des Zeitungsmachens, weil man Aktualisierungen mitbekommt – es ist erstaunlich, was nach 19 Uhr noch alles geändert wird, was ich vorher nie wahrgenommen habe, weil die gedruckte Ausgabe um diese Zeit schon auf der Reise nach Norden war. Gestern zum Beispiel war das Titelbild der Süddeutschen Zeitung in der vorläufigen 19-Uhr-Ausgabe ein anderes als in der endgültigen Ausgabe – schwule Engländer beim Heiraten statt Dieter Reiter neben Frau Petra. (Mir persönlich haben die Engländer ja besser gefallen, aber das ist vielleicht nicht so wichtig.)
Zweitens: Die Definition des Begriffs „Leserichtung“ wird durch das Lesen auf dem Tablet in Frage gestellt. Die Anleitung zur Navigation in den FAQs sagt:

Wischen Sie im Artikel entgegengesetzt der Leserichtung […], um am unteren Bildschirmrand das Menü aufzurufen.

Nun liest man ja nach wie vor von oben nach unten, und in diese Richtung muss man auch wischen, um das Menü aufzurufen. Allerdings muss man von unten nach oben wischen, um hinunter zu scrollen, so dass das Vermischen von Lese- und Wischrichtung ein Hinweis darauf sein könnte, dass das Wischen beim digitalen Lesen eine deutlich wichtigere Rolle einnimmt als das Umblättern beim Lesen auf Papier. Oder so ähnlich. Und „Wischrichtung“ ist überhaupt ein schönes neues Wort.
Schon vor Jahren, als von digitaler Zeitung noch nicht die Rede war, hätte ich gern Teil-Abos mehrerer Zeitungen gemischt: die Feuilletons von SZ und FAZ plus Politik-Teil der FR, Leibesübungen aus der taz und Berlin-Teil des Tagesspiegel oder so. Das geht bald, glaube ich.

Das Knie

Eine Gedenkminute für Christian Morgenstern, der heute seinen hundertsten Todestag feiert. In der Zeitung kann man lesen, dass er der „berühmteste unter den verkannten“ Dichtern sei, ein „Proto-Loriot“ und das Beispiel „eines Autors, der sein eigenes Werk missversteht“.*
Ich verbinde mit Morgenstern vor allem zwei Zitate aus Uwe Johnsons Jahrestagen. Das erste handelt vom thüringischen Praktikanten Mathias Weserich, der im Schuljahr 1950/1951 einer elften Klasse in Mecklenburg gar gründlichen Deutschunterricht erteilt, indem er sie Schach von Wutenow lesen lässt. Und mit „lesen“ meint er „nachschlagen“ und „selber denken“. Als ein intelligenter und zugleich aufmüpfiger Schüler ihn mit der sozialistischen Doktrin gegenüber Fontane konfrontiert, reagiert der Kriegsversehrte so:

Der hörte zu, den Mund viereckig geöffnet, als horche er einem Schmerz nach. Bedankte sich, lieh sich das kostbar gedruckte Heft aus, stakte aus dem Raum auf seinem einen Bein. (Wenn der Rest des anderen ihn airgrierte, hatte er schon mal jenen Vers ausgesprochen von einem Knie, das geht einsam durch die Welt, es ist ein Knie, sonst nichts.)
Eine Woche war er auswärts.

Im zweiten Satz sind Morgenstern und Fontane, der natürlich in dem „aigrierte“ steckt, direkte Nachbarn, Satznachbarn sozusagen. Das zweite Zitat stammt nicht aus dem vierten, sondern aus dem ersten Band Jahrestage und lautet:

Die Post besteht heute aus einem Brief mit sehr großen Marken. Dargestellt ist darauf jeweils eine Eiche sowie ein Mensch mit einem Buch.

Das ist eindeutig ein indirektes Zitat aus dem Palmström-Zyklus.

Palmström steht an einem Teiche
und entfaltet groß ein rotes Taschentuch:
Auf dem Tuch ist eine Eiche
dargestellt, sowie ein Mensch mit einem Buch.

Palmström wagt nicht sich hineinzuschneuzen.
Er gehört zu jenen Käuzen,
die oft unvermittelt-nackt
Ehrfurcht vor dem Schönen packt.

Zärtlich faltet er zusammen,
was er eben erst entbreitet.
Und kein Fühlender wird ihn verdammen,
weil er ungeschneuzt entschreitet.

Ebenso einsam wie das Knie ist auch das Hemmed:

Das Hemmed
Kennst du das einsame Hemmed?
Flattertata, flattertata.
Der’s trug, ist baß verdämmet!
Flattertata, flattertata.
Es knattert und rattert im Winde.
Windurudei, windurudei.
Es weint wie ein kleines Kinde.
Windurudei, windurudei.
Das ist das einsame
Hemmed.

* Alle Zitate aus der Süddeutschen Zeitung vom 31.03.2014, S. 12.