Bauwerke oder Grünflächen
Hamburger Hafen, Speicherstadt, Schanzenviertel, Övelgönne – alles schön und gut. Wir wollen uns nicht beklagen, wenn die Hamburg-Touristen an diese Orte zuerst eilen. Sie stehen in ihren Reiseführern nun einmal an erster Stelle. Irgendein parteiischer Reiseführerverfasser, wahrscheinlich Herr Baedecker, hat sie für besichtigenswerter gehalten als das Village of Os. Aber das ist falsch, ganz falsch. Denn auch Hamburg-Osdorf hat seinem Touristen einige Perlen der Hochkultur zu bieten. Der gequälte Tourist steht sogar vor der Wahl: Möchte er lieber bedeutende Bauwerke besichtigen oder bedeutende Grünflächen? Für den Architektur-Interessierten bietet das Village erstens den Heidbarghof in der Langelohstraße und zweitens die Osdorfer Mühle in der Osdorfer Landstraße 142. Diejenigen, die sich eher für die Natur interessieren, besuchen den Botanischen Garten oder die Wiesen der Osdorfer Feldmark, die sich zwischen Schenefeld, Osdorf und Iserbrook erstrecken. “Beide Grünflächen“, so verkündet der entsprechende Wikipedia-Artikel in einer Mischung aus Sachlichkeit und Stolz, “sind für die Verhältnisse eines Stadtteils in einer Millionen-Metropole als groß zu bezeichnen.“