Koscheres Handy
Donnerstag, 22. Februar 2007Eine der Religionen, deren Regeln am deutlichsten in das Alltagsleben ihrer Anhänger eingreifen, ist die jüdische in ihrer ultra-orthodoxen Ausprägung. Besonders das Verbot, am Schabbat zu arbeiten, stellt die Gläubigen oft vor unlösbare Probleme. In Israel gibt es deshalb Firmen, die sich darauf spezialisiert haben, die Verbote durch kleine Tricks, oft technischer Art, zu umgehen. Ein alter Hut ist ja der Fahrstuhl, der am Schabbat einfach auf Dauerbetrieb gestellt wird, so dass niemand einen Knopf drücken und damit einen Stromkreis herstellen muss. Ganz neu sind jetzt koschere Handys. Man tippt eine Nummer ein (zählt nicht als Arbeit), und ein elektronischer Sensor, der die Tastatur im Abstand von zwei Sekunden scannt, wählt automatisch selbst, ohne dass der Gläubige den Verbindungsknopf betätigen muss (zählt als Arbeit). Wenn das kein Selbstbetrug ist - komisch ist es allemal. (via SZ)