Archiv Sonntag, 6. Juli 2008

Wandertag

Sonntag, 6. Juli 2008

Donnerstagabend grillen mit Eltern, nachts zelten auf einer grünen Wiese im Ort, Freitagvormittag paddeln auf dem Heideflüsschen.
Treffen um siebzehn Uhr, Aufbau der Zelte. Gerade noch geschafft vor dem ersten Gewitter. Starkregen. Aufstellen des Grills unter dem Vordach, Essen. Bei Windböen kriegen die am Rand eine Dusche ab. Schüler langweilen sich. Ziehen ihre T-Shirts und Schuhe aus und spielen Regenfussball, stundenlang. Als sie keine Lust mehr haben, regnet es immer noch.
Eltern verabschieden sich, einige kommen noch einmal mit trockenen Klamotten vorbei. Lagerfeuer geht nicht an. Stockbrotteig wertlos. Zu feucht für Nachtwanderung. Zelte schon vor dem Schlafengehen durchweicht. Witzeerzählen, Gruselgeschichte. Das Zelt, in dem die Flips-Fanta-Mischung den Boden bedeckt, kommt erst um zwei Uhr nachts zur Ruhe. Um halb sechs sind die ersten wieder wach. Es regnet immer noch.
Abbau der tropfnassen Zelte. Frühstück erst, wenn alles aufgeräumt ist. Schüler klappern mit Zähnen. Abstimmung über Paddeln: Zweiundzwanzig dafür, acht dagegen. Es regnet immer noch. Wer gedacht hatte, nasser könne er nicht mehr werden, sah sich getäuscht. Feuchte Äste streichen geisterhaft durch Gesichter; von den Paddeln tropft es auf die Beine, die Feuchtigkeit kriecht von unten unter die Regenjacken. Zwei heulen bei der Ankunft, der Rest klappert mit den Zähnen. Eine clevere Mutter bringt Restbrötchen vom Frühstück, und siehe da - plötzlich sind die Kinder zufrieden, satt und stolz auf sich. Niemandem ist aufgefallen, wann es aufgehört hat zu regnen.