Die Mühen der Ebene (12. Juni)

Thank God it’s Friday. Früge man mich, welcher der schönste Tag der Woche sei, ich antwortete: Freitag.
Ein zwei Jahre alter Zeitungsartikel lässt mich heute über den Konjunktiv nachdenken. Der Artikel (von Wiebke Ramm, Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 17.9.2007) handelt von der ersten Anne Will-Sendung und endet so:

Souverän wirkte Will nur einmal: Als sie zu den Tagesthemen überleitete, die sie „schon allein aus persönlicher Verbundenheit“ sehr empfehlte.

Falsch, ganz klar. Aber sowohl in

…die sie „schon allein aus persönlicher Verbundenheit“ sehr empfehle

als auch in

…die sie „schon allein aus persönlicher Verbundenheit“ sehr empfahl

fehlt etwas – im ersten Fall die Zeit (Präteritum), im zweiten der Konjunktiv der indirekten Rede. Keinen Konjunktiv für Präteritum und Plusquamperfekt zu haben, ist eine schreckliche Lücke in der deutschen Sprache, finde ich. Wie können wir alle überhaupt damit leben?
Und hier kann man ja im Übrigen immer sehr schön nachgucken, ob gerade Freitag ist oder nicht.

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