Die Mühen der Ebene (24. Juni)
Zeugnisse. Schüler haben Angst vor schlechten Noten, Lehrer vor Fehlern in den Zeugnissen. Als die Schulbusse weg sind, versammeln wir uns in der Mensa, um sechs Kollegen zu verabschieden, drei in den Ruhestand, drei an andere Schulen. Letzteren wird beschieden, sie könnten sich glücklich schätzen, fürderhin in Orten zu arbeiten, in denen man nachts um drei die Hand vor Augen sehen kann.
Nachmittags kann ich vor Müdigkeit nicht schlafen. Zum Glück haben wir uns für den Abend bei Kollegin L. zur School’s out Party verabredet. Frau L. ist die mit den Rätseln, und natürlich bekommen wir außer reichlich zu essen und zu trinken zwanzig Fragen vorgesetzt, die wir in Gruppenarbeit leidlich lösen können, aber erst, als wir das Fragesystem verstanden haben. Frage fünf lautet beispielsweise: Wer verkaufte länger als zehn Jahre Jacobs Kaffee und wurde dann aus Altersgründen von der Werbeagentur fallengelassen, um Familienszenen mit wechselnden Darstellern Platz zu machen? (Für den Vornamen gibt’s eine Tasse Kaffee extra.) Hätten Sie’s gewusst? Wir auch nicht.
Vorher zeigt uns Frau L. eine neue Installation in ihrem Garten, eine mit Wasser gefüllte Zinkwanne, in der sich eine Seejungfrau inmitten künstlicher Seerosen rekelt. Als jemand fragt, woher sie diese Wanne habe, antwortet sie, die sei von Helmut. Helmut, so stellt sich irgendwie heraus, ist Georgette Dee und wohnt im selben Ort wie Frau L. – sie tritt mit uns eigens auf die Straße vor ihrem Haus, um uns zu erklären: In dem Haus da, mit dem blauen Garagentor, da wohnt Georgette Dee. Und ich dachte immer, so jemand kann nur in Berlin wohnen.
klaus wellenbrink?
Donnerstag, 25. Juni 2009, 11:42 Uhr von maikeÄh - wie bitte?
Donnerstag, 25. Juni 2009, 13:07 Uhr von nicwestWar der nicht Melitta?
Freitag, 28. August 2009, 9:19 Uhr von isaboBei Wikipedia steht, Georgette Dee macht ein Geheimnis um seine wahre Identität, jetzt hast Du’s hier voll ausgeplaudert!
So sorry, Ms Dee.
Samstag, 29. August 2009, 17:30 Uhr von nicwestJacobs war eine Frau, glaube ich.