A Train in Opera Style
Samstag, 12. September 2009Impromptu performance by The Real Group.
Die sind eigentlich professionell genug, nicht über ihren eigenen Stegreifgesang zu lachen. Dass sie das doch tun, lässt vermuten, dass sie diesen Jazz-Standard noch nie im Opernstil gesungen haben, so dass es sehr überraschend ist, was sie da von den anderen hören müssen. Und diese hohen Töne!
(Ich liebe ja übrigens auch Theatersport.)
Hier ist eine etwas jazzigere Version mit Anita O’Day:
Der Text geht übrigens so:
You must take the A train
To go to Sugar Hill way up in HarlemIf you miss the A train
You’ll find you missed the quickest way to HarlemHurry, get on, now it’s coming
Listen to those rails a-hummingAll aboard, get on the A train
Soon you will be on Sugar Hill in Harlem
An sich ja kein besonders langer Text, aber dennoch kommt die Real Group in ihrer Opernversion über die erste Zeile nicht hinaus. Danach retten sie sich mit “yes he must, yes he must” über die Zeit. Gekonnt.
Ebenso minimalistisch wie die Textbehandlung in Take the A Train ist die Bühnenshow bei dem folgenden Stück: Wir gehen mal ein bisschen hin und her. Egal. Seit ich es neulich mal in einem Chorkonzert gehört habe, liebe ich es heiß und innig (”I can’t get the melody out of my head”):