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Inzwischen wissen wir, wie es geht: Einmal vorher treffen, eine Kochliste schreiben, aus der sich die Einkaufsliste ergibt, das Auto vollladen, sehr früh morgens losfahren. Durch Hamburg durch sein, bevor dort irgendjemand wach ist, weiter nach Norden. Wer als erster das Meer sieht.
Der erste Strandspaziergang macht uns sehr müde, ebenso alle weiteren. Überhaupt, die Müdigkeit. Die Zeit zwischen Weihnachten und Ostern ist immer die anstrengendste, das kennen wir schon. Aber so ausgelaugt wie in diesem Jahr waren wir selten. 
Das Programm besteht aus nicht viel mehr als Strand, lesen, kochen, schlafen. Nun gut, das Reimlexikon haben wir auch wieder mit und die schwarzen und weißen Tasten.
Wir sammeln Hühnergötter und wärmende Handsteine. Die schnellen Strandläufer sind auch wieder da, mit ihren dürren Beinchen legen sie wahre Trommelwirbel auf dem Sand hin, auf der Suche nach Nahrung im flachen Wasser.
Schlafen ist das wichtigste. Wir schlafen nachts und zu jeder erdenklichen Tageszeit. Manchmal morgens, nicht lange nach dem Aufstehen, weil das Frühstück so anstrengend war.
Bei der ganzen Schlaferei fällt es uns schwer, auf Betriebs-
temperatur zu kommen. Die kreative Energie war im letzten Jahr höher, aber diesmal machen wir mehr gemeinsam. Wir wildern in fremden Revieren, sozusagen. Die Ergebnisse sind manchmal überraschend, oft aber besser als wenn jeder seins macht.
Lieblingswörter dieses Urlaubs: Herr-lich!, anzuwenden auf die Sonne, den Geruch des Meeres, das prasselnde Feuer im Ofen und das Apfelgelee der Kollegin K., müde natürlich und Fragen über Fragen, wenn wir wieder mal nicht wissen, ob das Wasser kommt oder geht. Außerdem muss man empört Funzel! rufen, wenn man die Deckenlampe im Kaminzimmer anschaltet.
Ich habe noch nicht einmal richtig Lust zum Fotografieren, sehr ungewöhnlich. Am letzten Tag schreiben wir doch noch eine To-do-Liste, die ernüchternd lang ausfällt. Was haben wir eigentlich die ganze Zeit gemacht? Ach ja, geschlafen.