Perlen gotischer Baukunst (11)

Die Perlen gotischer Baukunst waren ja eigentlich ein Witz, aber ich belebe sie hiermit neu, um die Urlaubslektüre unterzubringen. Die Regel war ja, wenn ich mich recht erinnere, etwas aus der Mitte von Büchern zu zitieren. Mach ich doch gerne.

But there were no boys. And the girls were rehearsing for a Christmas show Miss Vista had entitled Meadowsweet. The dancers had been divided into three groups; one group were buttercups, another scarlet pimpernels, the third thistledowns. “Welcome in, Mary,” said Miss Vista, “you can join the thistledowns. Just follow what they do.”

Rose Tremain, Sacred Country, S. 47

Ein guter Roman. Anders als dieses Internetz behauptet, geht es nicht nur um das Mädchen Mary, das im Alter von sechs Jahren weiß, dass es eigentlich ein Junge ist. Sondern das eigentliche Thema ist der Gefühlsterror, den ein exemplarisches englisches Dorf in Suffolk auf die jüngere Generation ausübt, die Lieblosigkeit, die emotionale Grausamkeit, die vorgezeichneten Lebensläufe, die Hoffnungslosigkeit. Und es geht um die mehr oder weniger erfolgreichen Befreiungsversuche, die diese Generation unternimmt, um den unmenschlichen Bedingungen zu entkommen. Die Handlung erstreckt sich von den 50ern bis in die 70er Jahre, und am Ende sind alle dem Dorf entflohen und auf ihre Art zufrieden.
Die beste Szene im Buch ist die, in der Mary den Auftritt der Dorfkindertanzgruppe aus Protest statt in rosafarbenen Ballerinas in Gummistiefeln absolviert: „…you cannot walk lightly in a wellington…“


  1. Schön, dass Du wieder zuhause bist.
    Vielleicht können wir ja in der restlichen Ferienzeit noch etwas unternehmen.
    Das Buch, dass Du gelesen hast, klingt sehr interessant. Ich quäle mich im Moment durch “A Lesson Before Dying”. Ansonsten habe ich nur meine überfällige “Time” abgearbeitet.

    Mittwoch, 21. Juli 2010, 22:02 Uhr von Gunda

  2. Oh, wir haben hier eine Gunda-Häufung unter den Kommentatoren, scheint mir…
    Wenn wir gewusst hätten, dass du schon wieder da bist, hätten wir dich gefragt, ob du mit Fahrrad fahren kommst.

    Freitag, 23. Juli 2010, 11:53 Uhr von nicwest

  3. war gerade höchst verwirrt - schreibe ich schon Kommentare und weiß von nichts? Und was ist das überhaupt für ein Buch?
    Danke für die prompte Aufklärung. Gunda-Häufung gibt es nicht so oft

    Freitag, 23. Juli 2010, 17:33 Uhr von gunda

  4. Die meisten kennen nicht mal eine Gunda, aber ich kenne gleich zwei.

    Freitag, 23. Juli 2010, 17:44 Uhr von nicwest

  5. was sagt uns das?

    Mittwoch, 28. Juli 2010, 21:39 Uhr von gunda

  6. Ich bin eine Gunda-Kennerin.
    Die hiesige Gunda war auch erstaunt und meint, der Name stamme aus dem Fränkischen.

    Mittwoch, 28. Juli 2010, 22:14 Uhr von nicwest

  7. Meine Eltern haben ihn aus einem Namenstagskalender - war wahrscheinlich das einzige Jahr in dem er drin stand - ich weiß nicht wann ich Namenstag habe.

    Donnerstag, 29. Juli 2010, 20:04 Uhr von gunda

  8. Das lässt sich auch nicht so recht ergoogeln - lauter widersprüchliche Informationen.
    Aber der Name bedeutet laut Wikipedia “kleine Kämpferin”. Damit kann man leben, oder?

    Donnerstag, 29. Juli 2010, 20:29 Uhr von nicwest

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