<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<!-- generator="wordpress/2.0.7" -->
<rss version="2.0" 
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	>

<channel>
	<title>Wiesenraute.</title>
	<link>http://wiesenraute.de</link>
	<description></description>
	<pubDate>Fri, 03 Feb 2012 15:39:02 +0000</pubDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.0.7</generator>
	<language>en</language>
			<item>
		<title>Eintritt</title>
		<link>http://wiesenraute.de/2012/02/03/eintritt/</link>
		<comments>http://wiesenraute.de/2012/02/03/eintritt/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 03 Feb 2012 15:39:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nic</dc:creator>
		
		<category>Die Welt</category>

		<guid isPermaLink="false">http://wiesenraute.de/2012/02/03/eintritt/</guid>
		<description><![CDATA[Diese Geschichte hat vorhin der Kollege I. erz&#228;hlt, sie passt gut hierzu.
Kollege I. fuhr mal mit seiner Theater-AG ins Theater nach Hamburg. Die Fahrt kostete zehn Euro, das Geld sammelte er im Zug ein.
M. hatte es vergessen – nicht so schlimm, wenn sie bitte am Montag daran denken k&#246;nnte.
Am Montag hatte I. zuf&#228;llig eine Vertretungsstunde [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Diese Geschichte hat vorhin der Kollege I. erz&#228;hlt, sie passt gut <a href="http://wiesenraute.de/2010/01/16/saechsisch-drei-minus/" target="_blank">hierzu</a>.</p>
<p>Kollege I. fuhr mal mit seiner Theater-AG ins Theater nach Hamburg. Die Fahrt kostete zehn Euro, das Geld sammelte er im Zug ein.<br />
M. hatte es vergessen – nicht so schlimm, wenn sie bitte am Montag daran denken k&#246;nnte.<br />
Am Montag hatte I. zuf&#228;llig eine Vertretungsstunde in M.s Klasse. M. hatte an das Geld gedacht und wollte ihre Schulden m&#246;glichst schnell begleichen, sie sprang also zu Beginn der Stunde pflichtbewusst auf und legte einen Zehn-Euro-Schein aufs Pult. Als I. die fragenden Blicke der anderen Sch&#252;ler sah, konnte er nicht umhin, nonchalant zu sagen: „Ja nun, das ist eine Zusatzstunde, die bezahlt mir niemand. Kost’ zehn Euro pro Sch&#252;ler.“<br />
Man ahnt es – anstatt beif&#228;llig zu grinsen und I. ob seiner Schlagfertigkeit zu bewundern, riefen sie emp&#246;rt: „Boah, ist das teuer!“ und „Ich hab aber gar kein Geld mit!“ So sind sie.
</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://wiesenraute.de/2012/02/03/eintritt/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Die H&#252;bschigkeit der Schauspieler (16)</title>
		<link>http://wiesenraute.de/2012/01/25/die-huebschigkeit-der-schauspieler-16/</link>
		<comments>http://wiesenraute.de/2012/01/25/die-huebschigkeit-der-schauspieler-16/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 25 Jan 2012 19:35:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nic</dc:creator>
		
		<category>Die Welt</category>

		<guid isPermaLink="false">http://wiesenraute.de/2012/01/25/die-huebschigkeit-der-schauspieler-16/</guid>
		<description><![CDATA[Fargo, 1996, mit Frances McDormand, William H. Macy, Steve Buscemi
Weil kein richtiger Winter ist, sehen wir einen Film, in dem richtig Winter ist. In dem man nicht entscheiden kann, wo der Schnee aufh&#246;rt und der Himmel anf&#228;ngt, und in dem man am unteren Bildrand einen winzigen Strich Stra&#223;e sieht und oben dr&#252;ber einen riesigen grauen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><b><em>Fargo</em></b>, 1996, mit Frances McDormand, William H. Macy, Steve Buscemi</p>
<p>Weil kein richtiger Winter ist, sehen wir einen Film, in dem richtig Winter ist. In dem man nicht entscheiden kann, wo der Schnee aufh&#246;rt und der Himmel anf&#228;ngt, und in dem man am unteren Bildrand einen winzigen Strich Stra&#223;e sieht und oben dr&#252;ber einen riesigen grauen Winterhimmel. Das veranlasst Frau L. zu der Aussage, in solchen Gegenden zu wohnen, sei unmenschlich: „Dort halten es nur B&#252;ffel und Indianer aus.“ Und nein, damit meine sie nicht, dass Indianer keine Menschen seien.<br />
Wir reden wenig &#252;ber den Film, er ist einfach gut. &#220;ber das Genre k&#246;nnen wir uns nicht recht einigen – Krimikom&#246;die h&#228;tte man fr&#252;her gesagt, aber daf&#252;r sieht man einfach zu viel Blut. Der H&#252;bschigkeitsfaktor ist eher gering, die Schauspielerqualit&#228;t daf&#252;r hoch. Am eindr&#252;cklichsten ist nat&#252;rlich die schwangere Polizistin Marge Gunderson, die gleichzeitig hinterw&#228;ltlerisch, energisch, spie&#223;ig und clever ist. Eine richtig plausible Erkl&#228;rung f&#252;r Mike Yanagita finden wir nicht, aber <a href="http://kinosaur.wordpress.com/2009/01/23/mr-lonely-fargos-mike-yanagita/">daf&#252;r</a> gibt es dieses Internetz.<br />
Die Behauptung des Vorspanns „THIS IS A TRUE STORY. The events depicted in this film took place in Minnesota in 1987“ ist gelogen und sollte nicht zu ernst genommen werden, das k&#246;nnte <a href="http://www.guardian.co.uk/culture/2003/jun/06/artsfeatures1">b&#246;se</a> enden. Oh <a href="http://www.youtube.com/watch?v=TF3z-j8o39I">yah</a>.
</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://wiesenraute.de/2012/01/25/die-huebschigkeit-der-schauspieler-16/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Entenautobahn</title>
		<link>http://wiesenraute.de/2012/01/22/entenautobahn/</link>
		<comments>http://wiesenraute.de/2012/01/22/entenautobahn/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 22 Jan 2012 16:04:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nic</dc:creator>
		
		<category>Die Welt</category>

		<guid isPermaLink="false">http://wiesenraute.de/2012/01/22/entenautobahn/</guid>
		<description><![CDATA[
.
Aus dem Fl&#252;sschen ist ein rei&#223;ender Strom geworden, eine Entenautobahn geradezu. Und ein gro&#223;er See au&#223;erdem. Fr&#246;re es jetzt schlagartig, wir h&#228;tten eine Schlittschuhbahn, zu der man aus Hamburg und Hannover anreisen w&#252;rde, so riesig w&#228;re sie.
– Think that’s a big lake, you should’ve seen the one next to our house. Last fall, a flock [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="/wp-content/uploads/2012/01/wasserbank.JPG" align="texttop" width="430" height="278" hspace="10" vspace="10" border="1" /><br />
<font color="white">.</font><br />
Aus dem Fl&#252;sschen ist ein rei&#223;ender Strom geworden, eine Entenautobahn geradezu. Und ein gro&#223;er See au&#223;erdem. Fr&#246;re es jetzt schlagartig, wir h&#228;tten eine Schlittschuhbahn, zu der man aus Hamburg und Hannover anreisen w&#252;rde, so riesig w&#228;re sie.</p>
<p><em>– Think that’s a big lake, you should’ve seen the one next to our house. Last fall, a flock of ducks, forty or fifty of ‘em, landed right smack in the middle of it. Then this fluke thing happened. The temperature dropped so fast that the whole lake froze… in three seconds, just like that!<br />
– Those poor little ducks, did it kill them?<br />
– No, they flew off and took the lake with ‘em. To this very day, that lake is somewhere over in Georgia.</em>
</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://wiesenraute.de/2012/01/22/entenautobahn/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Limerick (77)</title>
		<link>http://wiesenraute.de/2012/01/19/limerick-77/</link>
		<comments>http://wiesenraute.de/2012/01/19/limerick-77/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 19 Jan 2012 19:11:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nic</dc:creator>
		
		<category>Die Welt</category>

		<guid isPermaLink="false">http://wiesenraute.de/2012/01/19/limerick-77/</guid>
		<description><![CDATA[There once was a fellow from Xiangling
whose greatest delight was in mangling
poems. He would drop
words between lines and lop
their ends off, and leave readers dang

]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>There once was a fellow from Xiangling<br />
whose greatest delight was in mangling<br />
poems. He would drop<br />
words between lines and lop<br />
their ends off, and leave readers dang
</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://wiesenraute.de/2012/01/19/limerick-77/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>#lessambitiousbooks</title>
		<link>http://wiesenraute.de/2012/01/15/lessambitiousbooks/</link>
		<comments>http://wiesenraute.de/2012/01/15/lessambitiousbooks/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 15 Jan 2012 06:16:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nic</dc:creator>
		
		<category>Die Welt</category>

		<guid isPermaLink="false">http://wiesenraute.de/2012/01/15/lessambitiousbooks/</guid>
		<description><![CDATA[Ein literarisches Twitter-Mem, das ziemlich witzige Einf&#228;lle hervorbrachte, war das mit dem Hashtag #lessambitiousbooks – in Deutschland war es nach zwei oder drei Tagen Anfang Januar durch, die Italiener haben noch eine Weile weitergespielt. Zwar gab es das in den USA vor einem Jahr schon einmal, und es ist au&#223;erdem ein Ableger von #lessambitiousmovies und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein literarisches Twitter-Mem, das ziemlich witzige Einf&#228;lle hervorbrachte, war das mit dem Hashtag #lessambitiousbooks – in Deutschland war es nach zwei oder drei Tagen Anfang Januar durch, die Italiener haben noch eine Weile weitergespielt. Zwar gab es das in den USA <a href="http://www.huffingtonpost.com/2011/01/25/lessambitiousbooks-twitter_n_813416.html#s231677&#038;title=Dionne_Co" target="_blank">vor einem Jahr</a> schon einmal, und es ist au&#223;erdem ein Ableger von <a href="http://twitter.com/#!/search/%23lessambitiousmovies" target="_blank">#lessambitiousmovies</a> und <a href="http://twitter.com/#!/search/%23lessambitiousrocksongs" target="_blank">#lessambitiousrocksongs</a>, aber trotzdem sehr lustig.<br />
Buchtitel, gerade Klassiker, sind oft, nun ja, sehr ambitioniert; sie operieren mit Superlativen, Extremen und h&#246;chsten Gef&#252;hlen, und man begreift sofort, warum #moreambitiousbooks niemals funktionieren w&#252;rde: <em>Krieg und Frieden</em>, <em>Pride and Prejudice</em>, <em>Herz der Finsternis</em>, <em>Die Liebe in den Zeiten der Cholera</em>…<br />
Meine liebsten entkr&#228;fteten Buchtitel sind diese:</p>
<blockquote><p>
Schneewittchen und die dreieinhalb Zwerge<br />
Schindlers Einkaufsliste<br />
Fr&#228;ulein Smillas Gesp&#252;r f&#252;r auf den Punkt gekochte Eier<br />
Die platonische Freundschaft in den Zeiten der Hausstaubmilben-Allergie<br />
Das Dschungelheft<br />
Per Mitfahrgelegenheit durch die Galaxis<br />
100 Minuten Einsamkeit<br />
Mein Name sei M&#252;ller<br />
In 80 Tagen um den Block<br />
Medizinstudent Schiwago<br />
Schuld und Bew&#228;hrung<br />
Hundert und eine Nacht<br />
Fr&#252;hst&#252;ck bei Starbucks<br />
Der Zauberh&#252;gel<br />
Herz der D&#228;mmerung<br />
Der Name des G&#228;nsebl&#252;mchens<br />
Die Buddenbohms</p>
<p>Reasonable Expectations<br />
The Neighborhood According To Garp<br />
The Hamster of the Baskervilles<br />
As I Lay Drying<br />
A Brief History of Thyme<br />
Lord of the Onion Rings<br />
Treasure Peninsular<br />
The Pickwick Post-its<br />
A Passage to Indiana<br />
Lord of the Files<br />
Harry Potter and the Chamber of Commerce<br />
Harry Potter and the University of Phoenix</p>
<p>The Da Vinci Open Source Code<br />
Bridget Jones’s Weblog<br />
Das Blog der Anne Frank<br />
Ronja Raubkopierertochter<br />
The Twitpic of Dorian Gray<br />
Lady Chatterley’s Facebook Friend
</p></blockquote>
<p>Buchtitel sind ja immer eine spannende Sache. Mein liebster Lieblingsautor Uwe Johnson zum Beispiel wollte seinen zweiten Roman ernstlich <em>Beschreibung einer Beschreibung</em> nennen, was ihm zum Gl&#252;ck vom Verlag untersagt wurde. <em>Gone with the Wind</em> sollte urspr&#252;nglich <em>Tomorrow is Another Day</em> hei&#223;en, Harper Lee wollte ihr Buch schlicht <em>Atticus</em> nennen, statt des wunderbaren <em>To Kill a Mockingbird</em>, und Hitler hatte sich den Titel <em>Viereinhalb Jahre (des Kampfes) gegen L&#252;ge, Dummheit und Feigheit</em> ausgedacht – auch in diesem Fall war der Lektor schlauer. Das kann man im &#220;brigen <a href="http://www.buzzfeed.com/awesomer/the-original-titles-of-15-classic-novels">hier</a> sehr sch&#246;n nachlesen.
</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://wiesenraute.de/2012/01/15/lessambitiousbooks/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Einkaufslyrik (6)</title>
		<link>http://wiesenraute.de/2012/01/14/einkaufslyrik-6/</link>
		<comments>http://wiesenraute.de/2012/01/14/einkaufslyrik-6/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 14 Jan 2012 10:55:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nic</dc:creator>
		
		<category>Die Welt</category>

		<guid isPermaLink="false">http://wiesenraute.de/2012/01/14/einkaufslyrik-6/</guid>
		<description><![CDATA[Ananas
Eier 20
1 x 00 f&#252;r WC
Kasten Deit
Zitrone klar
2 Nagelb&#252;rsten
Apfelmus
Wolfgang 10 Euro Hose
Das war bestimmt schwierig, eine Hose f&#252;r nur zehn Euro zu finden. W&#228;re ich Wolfgang, ich h&#228;tte auf eine eigene Nagelb&#252;rste verzichtet und lieber mehr Geld f&#252;r eine anst&#228;ndige Hose ausgegeben.
Folge 1, 2, 3, 4, 5

]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ananas<br />
Eier 20<br />
1 x 00 f&#252;r WC<br />
Kasten Deit<br />
Zitrone klar<br />
2 Nagelb&#252;rsten<br />
Apfelmus<br />
Wolfgang 10 Euro Hose</p>
<p>Das war bestimmt schwierig, eine Hose f&#252;r nur zehn Euro zu finden. W&#228;re ich Wolfgang, ich h&#228;tte auf eine eigene Nagelb&#252;rste verzichtet und lieber mehr Geld f&#252;r eine anst&#228;ndige Hose ausgegeben.</p>
<p>Folge <a href="http://wiesenraute.de/2007/02/11/gebrauchslyrik/">1</a>, <a href="http://wiesenraute.de/2009/02/07/einkaufslyrik-2/">2</a>, <a href="http://wiesenraute.de/2009/09/26/einkaufslyrik-3/">3</a>, <a href="http://wiesenraute.de/2009/10/04/einkaufslyrik-4/">4</a>, <a href="http://wiesenraute.de/2011/12/11/einkaufslyrik-5/">5</a>
</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://wiesenraute.de/2012/01/14/einkaufslyrik-6/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Die ich rief, die Geister</title>
		<link>http://wiesenraute.de/2012/01/08/die-ich-rief-die-geister/</link>
		<comments>http://wiesenraute.de/2012/01/08/die-ich-rief-die-geister/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 08 Jan 2012 17:04:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nic</dc:creator>
		
		<category>Die Welt</category>

		<guid isPermaLink="false">http://wiesenraute.de/2012/01/08/die-ich-rief-die-geister/</guid>
		<description><![CDATA[Goethes Zauberlehrling eignet sich immer sehr gut, um in Deutsch Klasse 6 Kriterien f&#252;r einen &#252;berzeugenden Gedichtvortrag zu erarbeiten. Der Einstieg ist bei mir immer der Vortrag des Schauspielers Wolfgang H&#246;per auf CD – eine Interpretation, die s&#228;mtliche stimmlichen M&#246;glichkeiten nutzt und die Emotionen des Zauberlehrlings sehr deutlich h&#246;rbar macht. Sp&#228;testens nach der ersten Strophe [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Goethes <em>Zauberlehrling</em> eignet sich immer sehr gut, um in Deutsch Klasse 6 Kriterien f&#252;r einen &#252;berzeugenden Gedichtvortrag zu erarbeiten. Der Einstieg ist bei mir immer der Vortrag des Schauspielers Wolfgang H&#246;per auf CD – eine Interpretation, die s&#228;mtliche stimmlichen M&#246;glichkeiten nutzt und die Emotionen des Zauberlehrlings sehr deutlich h&#246;rbar macht. Sp&#228;testens nach der ersten Strophe geht das Gekicher los, ich kenne das inzwischen; wenn er in h&#246;chster Verzweiflung ruft: „Herr und Meister! H&#246;r mich rufen!“ liegt die ganze Klasse am Boden vor Lachen. Ich verziehe keine Miene und frage sie unger&#252;hrt, wie ihnen der Vortrag gefallen habe: Ma&#223;los &#252;bertrieben, sagen sie einhellig, l&#228;cherlich!</p>
<p>Nun gut, dann besch&#228;ftigen wir uns mit dem Inhalt der einzelnen Strophen und mit der Aussage des Gedichts, zwischendurch h&#246;ren wir noch eine andere Interpretation, von Ulrich Tukur, die ist zur&#252;ckhaltender, die finden sie besser. Dann kommt eine Doppelstunde &#252;ber die Stimmungsschwankungen des Zauber-lehrlings; sie m&#252;ssen eine Gef&#252;hlskurve zeichnen und den einzelnen Strophen passende Adjektive zuordnen. Dabei kommt heraus, dass der Zauberlehrling s&#228;mtliche H&#246;hen und Tiefen durchlebt, die man sich vorstellen kann; am Anfang ist er herrisch, dann stolz, weil er den Besen im Griff hat, dann erschrocken, panisch, w&#252;tend, dann wieder hoffnungsvoll, dann verzweifelt… die ganze Palette eben. Wenn das klar ist, &#252;ben wir, einzelne Strophen so zu lesen, dass die Gef&#252;hle des Zauberlehrlings h&#246;rbar werden, und ich wundere mich jedes Mal, wie gut sie darin sind, das bei anderen zu beurteilen. Wir sammeln Tipps, welche stimmlichen Tricks man an welchen Stellen anwenden k&#246;nnte, um bestimmte Effekte zu erzielen, und dann kommen die Weihnachtsferien, in denen m&#252;ssen sie das Gedicht auswendig lernen.</p>
<p>In der ersten Stunde nach den Ferien mache ich in diesem Jahr etwas, was ich vorher noch nie ausprobiert habe: Ich spiele ihnen die erste CD, Wolfgang H&#246;per, noch einmal vor und behaupte glaubhaft, das sei eine noch ganz andere Version. Sie h&#246;ren gespannt zu, l&#228;cheln beif&#228;llig und brechen hinterher in anerkennendes Gemurmel aus. Befragt, welche Version sie denn nun am besten f&#228;nden, eins, zwei oder drei, sprechen sie sich einstimmig f&#252;r Nummer drei aus und k&#246;nnen sehr detailliert begr&#252;nden, warum. Nachdem ich das mit Version eins und drei aufgekl&#228;rt habe, stehe ich einen Moment lang selbstvergessen da, l&#228;chle stolz in mich hinein und denke: Sieh an, sie haben was gelernt.</p>
<p>Dann bricht der Sturm der Entr&#252;stung los: Sie haben uns angeschwindelt! Das h&#228;tten wir nicht von Ihnen gedacht! Wir glauben Ihnen kein Wort mehr! Lehrer d&#252;rfen nicht l&#252;gen, <a href="http://wiesenraute.de/2010/11/30/die-muehen-der-ebene-30-november/">das steht in §134a der Schulordnung</a>!
</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://wiesenraute.de/2012/01/08/die-ich-rief-die-geister/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Die Frau mit dem Aluh&#252;tchen</title>
		<link>http://wiesenraute.de/2012/01/01/die-frau-mit-dem-aluhuetchen/</link>
		<comments>http://wiesenraute.de/2012/01/01/die-frau-mit-dem-aluhuetchen/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 01 Jan 2012 13:18:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nic</dc:creator>
		
		<category>Die Welt</category>

		<guid isPermaLink="false">http://wiesenraute.de/2012/01/01/die-frau-mit-dem-aluhuetchen/</guid>
		<description><![CDATA[Auf der Autobahn 9 in Th&#252;ringen wurde Heiligabend eine Geisterfahrerin von der Polizei gestoppt. Die 64j&#228;hrige Frau aus Winsen war 70 Kilometer auf der falschen Seite unterwegs gewesen. Verletzt wurde niemand. Gegen 22 Uhr war sie bei Bad Lobenstein von Beamten der Polizei Saale-Orla gestoppt worden. Ein Beamter habe einen Stopp-Stick (eine Art Nagelgurt) vor [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Auf der Autobahn 9 in Th&#252;ringen wurde Heiligabend eine Geisterfahrerin von der Polizei gestoppt. Die 64j&#228;hrige Frau aus Winsen war 70 Kilometer auf der falschen Seite unterwegs gewesen. Verletzt wurde niemand. Gegen 22 Uhr war sie bei Bad Lobenstein von Beamten der Polizei Saale-Orla gestoppt worden. Ein Beamter habe einen Stopp-Stick (eine Art Nagelgurt) vor ihren Daihatsu Cuore geworfen, berichtete die Th&#252;ringische Landeszeitung.<br />
Die Frau, beh&#228;ngt mit allerlei Christbaumschmuck, hatte ihr Auto „zum Schutz vor Strahlenbeeinflussung“ mit einer T&#252;llgardine drapiert. Zudem hatte sie aus Aluminium eine Art Helm gebastelt. Sie war 70 Kilometer aus Bayreuth auf der falschen Seite in Richtung Berlin gefahren. Die Frau habe von Celle nach Leipzig fahren wollen, weil sie jedoch die Abfahrt nach Leipzig verpasst hatte, fuhr sie auf der A9 nach S&#252;den. Bei Bayreuth bemerkte sie ihren Fehler, wendete und setzt ihre Fahrt auf derselben Richtungsfahrbahn als Geisterfahrerin zur&#252;ck nach Norden fort. In Bayern hatte sie zudem etliche von der Polizei aufgestellte Stra&#223;ensperren durchbrochen. Sie wurde trotz Widerstands vorl&#228;ufig festgenommen.</p>
<p><small>© Cellesche Zeitung</small></p></blockquote>
<p>Winsen, das ist hier ganz in der N&#228;he.
</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://wiesenraute.de/2012/01/01/die-frau-mit-dem-aluhuetchen/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Auf ein Neues</title>
		<link>http://wiesenraute.de/2011/12/31/auf-ein-neues/</link>
		<comments>http://wiesenraute.de/2011/12/31/auf-ein-neues/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 31 Dec 2011 20:20:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nic</dc:creator>
		
		<category>Die Welt</category>

		<guid isPermaLink="false">http://wiesenraute.de/2011/12/31/auf-ein-neues/</guid>
		<description><![CDATA[Die Sache mit den guten Vors&#228;tzen scheitert regelm&#228;&#223;ig daran, dass man sich die Ziele unerreichbar hoch steckt, weil man glaubt, Silvester um Mitternacht w&#252;rde man pl&#246;tzlich ein anderer Mensch. Stimmt nat&#252;rlich nicht. Deshalb habe ich diesmal beschlossen, mir ein garantiertes Erfolgserlebnis zu verschaffen, indem ich nur einen einzigen Vorsatz fasse, der noch dazu relativ leicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Sache mit den guten Vors&#228;tzen scheitert regelm&#228;&#223;ig daran, dass man sich die Ziele unerreichbar hoch steckt, weil man glaubt, Silvester um Mitternacht w&#252;rde man pl&#246;tzlich ein anderer Mensch. Stimmt nat&#252;rlich nicht. Deshalb habe ich diesmal beschlossen, mir ein garantiertes Erfolgserlebnis zu verschaffen, indem ich nur einen einzigen Vorsatz fasse, der noch dazu relativ leicht zu verwirklichen ist – allerdings auch nicht <em>zu</em> leicht.<br />
2011 bin ich wochenlang daran gescheitert, aber 2012 wird das Jahr sein, in dem ich mir einen neuen Fahrradsattel kaufe.</p>
<p>Zum allj&#228;hrlichen Silvesterritual – dem <em>Hasen im Rausch</em> – geh&#246;rt au&#223;erdem das Anh&#246;ren dieses hervorragend wundersch&#246;nen Liebesliedes:</p>
<p><object width="420" height="315">
<param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/DJGqBthQTPI?version=3&amp;hl=de_DE&#038;modestbranding=1&#038;rel=0&#038;showinfo=0&#038;showsearch=0"></param>
<param name="allowFullScreen" value="true"></param>
<param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/DJGqBthQTPI?version=3&amp;hl=de_DE&#038;modestbranding=1&#038;rel=0&#038;showinfo=0&#038;showsearch=0" type="application/x-shockwave-flash" width="420" height="315" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Fertisch? Dann kommen Sie gut ins neue Jahr.
</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://wiesenraute.de/2011/12/31/auf-ein-neues/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Kossen [Nachtrag]</title>
		<link>http://wiesenraute.de/2011/12/31/kossen-nachtrag/</link>
		<comments>http://wiesenraute.de/2011/12/31/kossen-nachtrag/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 31 Dec 2011 08:42:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nic</dc:creator>
		
		<category>Die Welt</category>

		<guid isPermaLink="false">http://wiesenraute.de/2011/12/31/kossen-nachtrag/</guid>
		<description><![CDATA[M&#252;ndlich tradiertes Wissen, das im Internetz nicht zu finden ist – sehr faszinierend. Nachdem ich gestern &#252;ber Kossen geschrieben hatte, rief ich meine Mutter an, um sie noch mal genauer zu befragen, zum Beispiel zum Rezept.
Ein Rezept gebe es nicht, sagte sie, man nehme einfach so viel Roggenmehl wie man Teig haben wolle, ein Kilo, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>M&#252;ndlich tradiertes Wissen, das im Internetz nicht zu finden ist – sehr faszinierend. Nachdem ich gestern &#252;ber Kossen geschrieben hatte, rief ich meine Mutter an, um sie noch mal genauer zu befragen, zum Beispiel zum Rezept.<br />
Ein Rezept gebe es nicht, sagte sie, man nehme einfach so viel Roggenmehl wie man Teig haben wolle, ein Kilo, ein Pfund, egal, mische es mit etwas Salz, kippe Wasser dazu und knete das ordentlich durch. Nicht zu viel Wasser, denn der Teig m&#252;sse ziemlich fest sein, schlie&#223;lich m&#252;ssten die Tiere ja stehen. Tiere? Na klar, ihre Gro&#223;mutter habe immer sehr kunstvoll Tiere geknetet, Elefanten und ein Pferd mit einem Reiter. Die h&#228;tten ja beim Backen nicht umfallen d&#252;rfen. Kleiderb&#252;gel seien lachhaft und gegen jede Regel. Und im &#220;brigen seien Kossen ja Ziegen; woher ich denn wisse, dass das mit Doppel-S geschrieben werde.<br />
Ich sagte, das wisse ich gar nicht, blo&#223; wenn man es <em>Kosen</em> schriebe, dann w&#252;rde man es anders aussprechen. Und wieso Ziegen – knetete die Gro&#223;mutter auch Ziegen? Nein, Kossen seien Ziegen, Ziegen habe ihre Gro&#223;mutter Kossen genannt.<br />
Meine Urgro&#223;mutter stammte aus Masuren, aus Hohenstein (heute Olsztynek, Polen); sie sprach neben Deutsch auch Polnisch, und ein Blick ins polnische W&#246;rterbuch zeigt: <em>koza</em> = Ziege. Es k&#246;nnte also auch ein polnischer Brauch sein. Ihre Gro&#223;mutter, sagte meine Mutter, sei &#252;brigens nicht nur beim Kossen machen handwerklich geschickt gewesen – nach dem Krieg habe sie die ganze Familie mit N&#228;hen durchgebracht. Im l&#228;ndlichen Niedersachsen, wo sie nach der Flucht gelandet waren, sei sie &#252;berregional bekannt gewesen f&#252;r ihre N&#228;hk&#252;nste.<br />
Tante Lisbeth hatte davon offensichtlich nichts geerbt, dabei war sie genauso ihre Tochter wie meine Gro&#223;mutter, beide unehelich geboren und beide von verschiedenen M&#228;nnern – damals unerh&#246;rt. Diese Urgro&#223;mutter hie&#223; Karoline Dlugokinski, und ich freue mich beim Aussprechen jedes Mal &#252;ber die Luftblase zwischen den ersten beiden Buchstaben ihres Nachnamens.
</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://wiesenraute.de/2011/12/31/kossen-nachtrag/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Kossen</title>
		<link>http://wiesenraute.de/2011/12/30/kossen/</link>
		<comments>http://wiesenraute.de/2011/12/30/kossen/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 30 Dec 2011 14:01:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nic</dc:creator>
		
		<category>Die Welt</category>

		<guid isPermaLink="false">http://wiesenraute.de/2011/12/30/kossen/</guid>
		<description><![CDATA[Silvester tut man Dinge, die lange dauern, schon sowieso mit Kindern. In meiner Familie gab es jahrelang das Silvesterritual „Kossen machen“. Das wird [k&#596;zn] ausgesprochen, stammt aus Ostpreu&#223;en, wo meine Mutter herkommt, und geht so &#228;hnlich wie Pl&#228;tzchen backen. Allerdings mit salzigem Roggenteig und ohne F&#246;rmchen – wie Fimo zum Essen.
Man sa&#223; da rund um [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Silvester tut man Dinge, die lange dauern, schon sowieso mit Kindern. In meiner Familie gab es jahrelang das Silvesterritual „Kossen machen“. Das wird [k&#596;zn] ausgesprochen, stammt aus Ostpreu&#223;en, wo meine Mutter herkommt, und geht so &#228;hnlich wie Pl&#228;tzchen backen. Allerdings mit salzigem Roggenteig und ohne F&#246;rmchen – wie Fimo zum Essen.<br />
Man sa&#223; da rund um den mehlbest&#228;ubten Tisch im Wohnzimmer und knetete stundenlang lustige Gestalten aus Teig, wobei sich der Ehrgeiz darauf richtete, selbst etwas eindeutig Erkennbares zu formen und sich gleichzeitig lautstark &#252;ber die plumpen, nicht identifizierbaren Gebilde der anderen lustig zu machen.<br />
Ich sehe noch Tante Lisbeth vor mir, wie sie mit ihren rheumagekr&#252;mmten Fingern undefinierbare Objekte aus klebrigem braunem Roggenteig herstellte. Mein Vater war immer der Unbegabteste von allen; er verlegte sich irgendwann auf die Produktion von Kleiderb&#252;geln. Die konnte man zwar ganz hervorragend erkennen, aber man machte sich trotzdem dar&#252;ber lustig.<br />
Wenn der Teig verbraucht war, wurden die Kossen im Ofen gebacken und dann verzehrt. Dass sie gut schmeckten, kann man eigentlich nicht behaupten, und das Problem war immer, dass beispielsweise ein Mann mit kugelrundem Bauch und Strichbeinen teilweise steinhart und teilweise noch fast roh war. Ich glaube, die meisten Kossen wurden von uns Kindern gegessen, wahrscheinlich sogar alle. Kossen und Neujahrskonzert im Fernsehen – so fing f&#252;r mich jahrelang das neue Jahr an.<br />
In diesem Internetz finde ich dar&#252;ber nichts (Kossen ist ein Ortsteil der Gemeinde… Meinten Sie K&#246;ssen? Meinten Sie kosen?), und ich habe noch nie jemanden getroffen, der das auch kennt. Wer wei&#223;, wom&#246;glich hat sich das irgendein Familienmitglied einfach ausgedacht und dann als alte ostpreu&#223;ische Tradition deklariert.
</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://wiesenraute.de/2011/12/30/kossen/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Lauter Beschwerden</title>
		<link>http://wiesenraute.de/2011/12/27/lauter-beschwerden/</link>
		<comments>http://wiesenraute.de/2011/12/27/lauter-beschwerden/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 27 Dec 2011 12:29:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nic</dc:creator>
		
		<category>Die Welt</category>

		<guid isPermaLink="false">http://wiesenraute.de/2011/12/27/lauter-beschwerden/</guid>
		<description><![CDATA[Dies ist der erste Beitrag f&#252;r das noch zu gr&#252;ndende Social Network namens dooffindr.
Diese Weihnachtsferien sind die k&#252;rzesten aller Zeiten, sie dauern noch nicht mal zwei Wochen. Geht gar nicht. Ich prangere das an.
Dann das Wetter mal wieder – ein anst&#228;ndiger Winter ist was anderes. Gegen Schneeschippen habe ich &#252;berhaupt gar nichts, das mache ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dies ist der erste Beitrag f&#252;r das noch zu gr&#252;ndende Social Network namens <a href="https://twitter.com/#!/formschub/status/151350998038876161" target="_blank"><em>dooffindr</em></a>.<br />
Diese Weihnachtsferien sind die k&#252;rzesten aller Zeiten, sie dauern noch nicht mal zwei Wochen. Geht gar nicht. Ich prangere das an.<br />
Dann das Wetter mal wieder – ein anst&#228;ndiger Winter ist was anderes. Gegen Schneeschippen habe ich &#252;berhaupt gar nichts, das mache ich gern, aber im Nieselregen vom Weihnachtskonzert nach Hause kommen? Doof. &#220;berhaupt, diese Dunkelheit. Nur vier Stunden pro Tag kann ich in meinem Lieblingssessel ohne Licht lesen. Dass die Wintersonnenwende hinter uns liegt, macht es nur f&#252;r <a href="https://twitter.com/#!/PickiHH/status/151331575626334208" target="_blank">Extremoptimisten</a> besser, nicht aber f&#252;r <em>dooffindr</em>-Mitglieder.<br />
Das Loch, das schon seit Wochen in meinem Fahrradsattel ist, verschwindet einfach nicht. Jeden Morgen hoffe ich aufs Neue, dass sich das Problem wom&#246;glich &#252;ber Nacht von selbst gel&#246;st hat – Fehlanzeige. Und am Fahrradladen klebt ein Zettel: „Ich habe bis zum 18. Januar Urlaub.“ Doof. Auch ist <a href="http://www.vormirdiewelt.de/" target="_blank">Vor mir die Welt</a> vorbei, weil das Jahr rum ist. Extrem doof.<br />
Und nein, ich habe keine schlechte Laune mehr. Meckern hilft.
</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://wiesenraute.de/2011/12/27/lauter-beschwerden/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>„Mir w&#228;r’s wirklich lieber…</title>
		<link>http://wiesenraute.de/2011/12/24/mir-waers-wirklich-lieber/</link>
		<comments>http://wiesenraute.de/2011/12/24/mir-waers-wirklich-lieber/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 24 Dec 2011 07:53:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nic</dc:creator>
		
		<category>Die Welt</category>

		<guid isPermaLink="false">http://wiesenraute.de/2011/12/24/mir-waers-wirklich-lieber/</guid>
		<description><![CDATA[…du w&#252;rdest nicht Leute wegen ihres Aussehens beurteilen oder was f&#252;r Klamotten sie anziehen, oder wie sie reden, oder wie auch immer – sei einfach nett, okay?“1
Alte Tradition in diesem Blog, Weihnachten an das Fliegende Spaghettimonster zu erinnern.
Im Jahr 2011 feierten seine Anh&#228;nger einen triumphalen Sieg: Erstmals wurde das Nudelsieb als religi&#246;se Kopfbedeckung offiziell anerkannt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>…du w&#252;rdest nicht Leute wegen ihres Aussehens beurteilen oder was f&#252;r Klamotten sie anziehen, oder wie sie reden, oder wie auch immer – sei einfach nett, okay?“<sup>1</sup></p>
<p>Alte Tradition in diesem Blog, Weihnachten an das Fliegende Spaghettimonster zu erinnern.<br />
Im Jahr 2011 feierten seine Anh&#228;nger einen triumphalen Sieg: Erstmals wurde das Nudelsieb als religi&#246;se Kopfbedeckung offiziell anerkannt (zumindest <a href="http://blog.alm.at/2011/07/12/hl-fuhrerschein-episode-6-das-finale/">in &#214;sterreich</a>).</p>
<p style="line-height:1.0em;"><sup>1</sup> <small>Henderson, Bobby: Das Evangelium des Fliegenden Spaghettimonsters, M&#252;nchen 2008, S. 113.</small></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://wiesenraute.de/2011/12/24/mir-waers-wirklich-lieber/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Die H&#252;bschigkeit der Schauspieler (15)</title>
		<link>http://wiesenraute.de/2011/12/18/die-huebschigkeit-der-schauspieler-15/</link>
		<comments>http://wiesenraute.de/2011/12/18/die-huebschigkeit-der-schauspieler-15/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 18 Dec 2011 15:29:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nic</dc:creator>
		
		<category>Die Welt</category>

		<guid isPermaLink="false">http://wiesenraute.de/2011/12/18/die-huebschigkeit-der-schauspieler-15/</guid>
		<description><![CDATA[Der Adler der Neunten Legion, 2010, mit Channing Tatum, Jamie Bell, Donald Sutherland
Der Adler der Neunten Legion, das Taschenbuch zum Film – ja nee, so ist es falschrum. Das Buch von Rosemary Sutcliff ist ein Jugendbuchklassiker, erschienen 1954, und der Film ist eine Hollywood-Produktion aus dem Jahr 2010.
&#220;ber das Buch habe ich in der siebten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><b><em>Der Adler der Neunten Legion</em></b>, 2010, mit Channing Tatum, Jamie Bell, Donald Sutherland</p>
<p><em>Der Adler der Neunten Legion</em>, das Taschenbuch zum Film – ja nee, so ist es falschrum. Das Buch von Rosemary Sutcliff ist ein Jugendbuchklassiker, erschienen 1954, und der Film ist eine Hollywood-Produktion aus dem Jahr 2010.<br />
&#220;ber das Buch habe ich in der siebten Klasse mal ein Referat gehalten, dessen Beginn meine kleine Schwester und ich bis heute auswendig k&#246;nnen, weil ich anscheinend sie als Publikum benutzt habe, um das unendlich oft zu &#252;ben: „Rosemary Sutcliff wurde in einem kleinen Ort in S&#252;dengland geboren. Als kleines Kind erkrankte sie schwer und konnte einige Jahre lang keine Schule besuchen. Sp&#228;ter befasste sie sich intensiv mit historischen Studien, die sie in ihren Romanen verarbeitete…“ Zudem steht das Buch total zerlesen im B&#252;cherregal – schlechte Voraussetzungen f&#252;r den Film also.<br />
Der war im zentralen Kino des Provinzst&#228;dtchens angek&#252;ndigt worden, in Vorschauen und auch in Gestalt einer lebensgro&#223;en Pappfigur des r&#246;mischen Centurio Marcus Flavius Aquila im Foyer. Er wurde dann dort nie gezeigt, und quasi aus Protest kaufte Kollegin G. die DVD, kaum war sie erschienen.<br />
Es ist wieder mal die klassische Quest-Situation: eine Aufgabe, die erf&#252;llt werden muss, an der die Mitwirkenden wachsen und die sie – das wei&#223; man von Anfang an – nat&#252;rlich meistern werden. Das Bem&#252;hen um historische Akkuratesse ist erkennbar, die Schauspieler sind leidlich h&#252;bsch (bis auf den Stiernacken des einen und die Segelohren des anderen), wenn man will, kann man schwulen Subtext entdecken.<br />
Interessanter sind die Unterschiede zwischen Buch und Film. Das Drehbuch tut alles, um poetische Passagen zu nivellieren und die Dramatik zu steigern, und zwar die Dramatik von Kampfszenen. Da zers&#228;beln Streitwagen mit Sensenbl&#228;ttern an den Naben M&#228;nnerbeine, da wird wild aufeinander eingestochen, kleinen Kindern die Kehle durchgeschnitten, Leute werden enthauptet. Und uns wird &#252;bel.<br />
Die Altersfreigaben schwanken ziemlich: in Deutschland ab 12, in Italien ohne Beschr&#228;nkung, in Gro&#223;britannien unter zw&#246;lf nur in Begleitung eines Erwachsenen, in Finnland ab 15, in Malaysia ab 18. Der anwesende Gast (40) meint, ab 41 w&#228;re genau richtig.<br />
2010 ist ein weiterer Film zum Thema des r&#228;tselhaften Verschwindens der Neunten Legion erschienen, <em>Centurion</em> von Neil Marshall – <a href="http://www.guardian.co.uk/film/2010/apr/22/eagle-of-the-ninth-centurion">hier</a> ist eine ganz kenntnisreiche Einordnung des Stoffs.
</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://wiesenraute.de/2011/12/18/die-huebschigkeit-der-schauspieler-15/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Absurde Dialoge</title>
		<link>http://wiesenraute.de/2011/12/12/absurde-dialoge/</link>
		<comments>http://wiesenraute.de/2011/12/12/absurde-dialoge/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 12 Dec 2011 19:52:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nic</dc:creator>
		
		<category>Die Welt</category>

		<guid isPermaLink="false">http://wiesenraute.de/2011/12/12/absurde-dialoge/</guid>
		<description><![CDATA[Ort:
Lehrerzimmer
Personen:
HSM (Hausmeister)
D (braucht morgen den Schl&#252;ssel f&#252;r die Turnhalle)
U (Kunstkollegin)
I (ewig zeternde Mathekollegin)
HSM kommt mit schwerem Ger&#228;t ins Lehrerzimmer
D: Ich brauch morgen den Schl&#252;ssel f&#252;r die Turnhalle.
HSM: Ich hab jetzt keine Lust zur&#252;ckzugehen und ihn zu holen.
D: Ich brauch ihn aber unbedingt!
HSM: Ich leg ihn dir ins Fach. Damit ichs nicht vergesse, schreibe ich mir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ort:<br />
Lehrerzimmer</p>
<p>Personen:<br />
HSM (Hausmeister)<br />
D (braucht morgen den Schl&#252;ssel f&#252;r die Turnhalle)<br />
U (Kunstkollegin)<br />
I (ewig zeternde Mathekollegin)</p>
<p>HSM <em>kommt mit schwerem Ger&#228;t ins Lehrerzimmer</em><br />
D: Ich brauch morgen den Schl&#252;ssel f&#252;r die Turnhalle.<br />
HSM: Ich hab jetzt keine Lust zur&#252;ckzugehen und ihn zu holen.<br />
D: Ich brauch ihn aber unbedingt!<br />
HSM: Ich leg ihn dir ins Fach. Damit ichs nicht vergesse, schreibe ich mir „TH“ auf die Hand. Hier, guck.<br />
U <em>trocken</em>: Das k&#246;nnte allerdings auch „tolle Hand“ hei&#223;en.<br />
I: Oder „toter Hund“.<br />
D: K&#246;nnen wir nicht schnell mal eben…<br />
HSM: Nein, ich hab jetzt Wichtigeres zu tun. Ich vergesse den Schl&#252;ssel nicht. <em>packt einen Zeitschriftenhalter aus, den er probeweise an die Wand h&#228;lt</em><br />
I: Was ist <em>das</em> denn?<br />
HSM: Das soll an die Wand, und dann kommen da alle diese Prospekte rein, die hier immer auf dem Tisch rumliegen.<br />
I: Wer hat <em>das</em> denn bestellt?<br />
HSM: Wei&#223; ich auch nicht. Befehl von oben. Hier, Frau K&#252;nstlerin, so hoch oder lieber so hoch? <em>h&#228;lt den Zeitschriftenhalter probeweise in verschiedenen H&#246;hen an die Wand</em><br />
U: Also, so sieht besser aus, weil die Pinnwand daneben genauso hoch h&#228;ngt.<br />
D: Und was ist, wenn ich morgen vor der Turnhalle stehe und keinen Schl&#252;ssel habe?<br />
HSM: Dann rufst du mich an, und ich komme sofort.<br />
U: Allerdings kommen jetzt kleine Leute oben nicht dran.<br />
HSM: Macht nichts. Ich finds so auch sch&#246;ner. Die Prospekte liest sowieso keiner.<br />
D: Und was ist, wenn du genau dann dein Handy abgeschaltet hast, weil du Mittagsschlaf machst?<br />
HSM: Ich mach gar nicht so oft Mittagsschlaf. Au&#223;erdem hab ich ja „TH“ auf der Hand stehen, ich vergess das schon nicht.<br />
D: So hart wie du arbeitest, ist das „TH“ in einer Viertelstunde runtergeschwitzt.<br />
I: Mein Gott, so was <em>brauchen</em> wir doch &#252;berhaupt nicht!<br />
HSM: Egal, ich schraub’s einfach an. Vier St&#252;ck hab ich. Zwei links und zwei rechts, oder? Was sagt die Kunst?<br />
U: Ich w&#252;rd erstmal links zwei anschrauben und ausprobieren, ob wir die &#252;berhaupt brauchen.<br />
I: Nat&#252;rlich brauchen wir die <em>nicht</em>! Wer hat die denn &#252;berhaupt bestellt?<br />
HSM: Wei&#223; ich nicht. Ist ja auch egal. Also, einer hier und einer hier…<br />
I: Nein, der zweite muss <em>unbedingt</em> viel weiter nach links. Und, mal ehrlich, wer <em>braucht</em> so einen Schei&#223; eigentlich?<br />
U: Ich finde, wir sollten erstmal eine Umfrage im Kollegium durchf&#252;hren, ob wir diese Dinger &#252;berhaupt brauchen. Jeder sollte sich dazu &#228;u&#223;ern d&#252;rfen. Das sollte eine demokratische Entscheidung sein.<br />
HSM: So, und jetzt haltet ihr mal die Klappe und lasst mich arbeiten, ja?
</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://wiesenraute.de/2011/12/12/absurde-dialoge/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
	</channel>
</rss>

